Geschichtliches über das Pochwerk

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Vom 16. bis 19. Jahrhundert war das Schneeberger Revier weltgrößter Fundort für Kobalterze, aus denen man das berühmte Kobaltblau herstellte. Das Technische Museum "Siebenschlehener Pochwerk" ist eines der wichtigsten Denkmale des Kobaltbergbaus.

 

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Historische Darstellung eines Pochwerks

 

Es gehörte zur 1495 erstmals erwähnten Fundgrube "Sieben- schlehen" und diente der Aufbereitung der abgebauten Erze.

Kobalt aus dem Schneeberger Revier fand Verwendung als Kobaltblau auf Meißner Porzellan, dem Blau auf Delfter Kacheln, auf chinesischen Porzellan und im blauen Glas aus Venedig.

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1752/53 wurde die Anlage in ihrer heute noch bestehenden Form errichtet. Das Pochwerk wurde zur Aufbereitung von Kobalt-, Silber- und Nickelerzen erbaut. Durch ärmeres Erz wurde eine höhere Kapazität erforderlich, mehrere Anbauten waren notwendig. Im Steigerhaus wohnte der Pochwerksteiger. In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete man mehrere Kobaltkammern.

1929 wurde der Betrieb eingestellt. Nach Umbaumaßnahmen diente es 1942-44 nochmals der Aufbereitung von Wolframerzen. Nach umfangreicher Rekonstruktion konnte 1995 das Pochwerk als technische Schauanlage erstmalig vorgeführt werden. Im Juli 2003 wurde anlässlich des 250 jährigen Bestehens der Museumsbereich fertiggestellt. Die Dauerausstellung vermittelt eindrucksvoll die Geschichte des Kobaltbergbaus im Schneeberg-Neustädtler Revier ab der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.

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Das Technische Museum „Siebenschlehener Pochwerk“ ist vom 16. April bis 31. Oktober jeweils Donnerstag bis Sonnabend  von 10.00 – 16.00 Uhr geöffnet. An folgenden Tagen ist das Museum ebenfalls von 10 - 16 Uhr geöffnet:

  • Ostermontag
  • Pfingstmontag - Deutscher Mühlentag
  • Schneeberger Bergstreittag am 22. Juli
  • Tag des offenen Denkmals am 13. September
  • Museumsnacht am 2.Oktober von 18.00 – 23.00 Uhr
  • Schneeberger Lichtelfest am 2.Adventwochenende

An den übrigen Wochentagen sind Führungen nach vorheriger Vereinbarung unter Tel.: 03772 22636 (Ansprechpartner: Herr Günther) möglich. Darüber hinaus wird über das Siebenschlehener Pochwerk die Befahrung des Besucher- bergwerks „Gesellschafter Abzugsrösche“ oder eine Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad angeboten. Für eine geführte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad ist eine Voranmeldung notwendig. Die Wanderung dauert 3-4 Stunden und wird für Gruppen ab 7 Personen empfohlen.

 

Pochwerkansicht

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Wasserzulauf für Wasserrad

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Steigerhaus Hofseite

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Fluterbrücke - Wasserzulauf für Wasserrad

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Kobaltkammer und Ausschlagstube

 

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Siebenschlehnener 
Pochwerk

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