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Reiche Silberfunde führten 1471 zur Gründung des Ortes. Bereits 1481 erhielt Schneeberg das Stadtrecht. Über Jahrhunderte bestimmte der Bergbau auf Silber, Wismut - und vor allem auf Kobalt die Entwicklung der Stadt.
Der interessierte Wanderer erhält auf dem insgesamt ca. 8,5 km langen Bergbaulehrpfad mit seinen historischen Sachzeugen Einblick in fünf Jahrhunderte Bergbaugeschichte.
Eine Wanderung entlang des Bergbaulehrpfades kann als kurze Tour (2h) bzw. als lange Tour (4h) durchgeführt werden. Geführte Wanderungen sind nach Voranmeldung bei der Touristinformation Schneeberg oder dem "Siebenschlehener Pochwerk" möglich.
Der Wanderweg führt vorbei an Schachtanlagen, Fördereinrichtungen, bergbaulichen Wohn- und Arbeitsgebäuden und dem Filzteich.
Vom 16. -19.Jahrhundert war das Schneeberg-Neustädtler Revier weltgrößter Fundort für Kobalterze, aus denen das berühmte Kobaltblau hergestellt wurde.
Zu den wichtigsten Denkmalen des Kobaltbergbaus gehört das am Bergbaulehrpfad gelegene "Siebenschlehener Pochwerk", erbaut 1752/53. Der Besucher erfährt hier gewissermaßen vor Ort den Weg des Erzes von der Gewinnung über die Aufbereitung bis zur blauen Farbe. Zum Objekt gehört auch ein Besucherstollen, die Wasserabzugsrösche der Gesellschafter Fundgrube.
Der Filzteich, der 1483-1485 mit seinen 23 ha Wasserfläche angelegt wurde, um die notwendigen Betriebswässer für das Schneeberg - Neustädtler Bergbaurevier zu schaffen, ist die älteste Talsperre Sachsens.
1933 wurde er als Badesee ausgebaut und ist seither ein Magnet für Besucher aus nah und fern. Viele Lehr- und Orientierungstafeln informieren den Wanderer über die Geschichte des Bergbaureviers.
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